Industrie-in-Klinik: Die BMBF-Initiative

Innovative Medizinprodukte bedarfsgerecht entwickeln

Paradigma

Innovative Medizinprodukte müssen den tatsächlichen Versorgungsbedarf und -ablauf optimal treffen, wollen sie in modernen Gesundheitssystemen nachhaltig erfolgreich sein. Um die Entwicklung derartiger Medizinprodukte voranzutreiben, brauchen Ärzte und forschende Unternehmer maßgeschneiderte Rahmenbedingungen.

Ziel der Industrie-in-Klinik-Plattformen ist es, Produktentwicklungen in der Medizintechnik von Anfang an am tatsächlichen Versorgungsbedarf und -ablauf auszurichten und hinsichtlich ihres Anwender-und Patientennutzens zu optimieren. Darüber hinaus soll Medizintechnik-Firmen hierdurch der Zugang zu ärztlichen Meinungen und klinischen Daten erleichtert werden, die in Lübeck von mehreren Klinken auf dem Niveau der Maximalversorgung verfügbar gemacht werden. Die Industrie-in-Klink-Plattform Lübeck leitet darüber hinaus die interdisziplinäre Unterstützung von Produktentwicklungen mit professionellen Technologiedienstleistungen.

Dafür notwendig sind die räumliche Nähe und enge Kooperation zwischen Medizintechnik-Unternehmen und klinischer Einrichtungen sowie ein professionelles Plattformenmanagement für folgende Plattformausprägungen.

Prof. Dr. Jens Scholz
(Vorstandsvorsitzender UKSH)

„Unsere „Industrie-in-Klinik-Plattform Lübeck“ unterstützt die Zusammenarbeit von Herstellern und UKSH, innovative Medizinprodukte unmittelbar im ständigen Verbesserungsprozess von Qualität und Effizienz der Patientenversorgung zu entwickeln und zu erproben.“

Integrator

Der Integrator richtet sich an etablierte Industrieunternehmen, die sich längerfristig im klinischen Umfeld ansiedeln wollen um nachhaltige Zusammenarbeiten zu etablieren und unbegrenzte Versorgungslösungen zu entwickeln. Im Fokus steht auch der erleichterte Zugang von KMU und auch größeren mittelständischen Unternehmen zu Präklinischen und klinischen Studieneinrichtungen oder zur begleitenden klinischen Expertise.

Akzelerator

Der Akzelerator richtet sich an junge Medizintechnik-Unternehmen oder kleinere Unternehmen, die mit einer innovativen Produktidee in neue Geschäftsfelder expandieren wollen. Der Akzelerator begleitet Innovations-­prozesse von der technischen bis zur klinischen Machbarkeit und verbindet klinische Expertise mit technologischer Unterstützung.

Prof. Dr. Thorsten Buzug
(Sprecher des BioMedTec-Campus Lübeck;
Vizepräsident der Universität zu Lübeck für Transfer)

„Die MINT-Institute auf dem BioMedTec-Campus unterstützen interdisziplinäre Projekte auf der Industrie-in-Klinik-Plattform mit professionellen FE+E-Auftragsleistungen (Forschung, Entwicklung und Erprobung) vor dem Hintergrund exzellenter Wissenschaft.“

Inkubator

Der Inkubator richtet sich an Gründer oder Start-Ups, die ein neues Produkt im klinischen Umfeld entwickeln wollen. Er begleitet insbesondere Innovationsprozesse von der wissenschaftlichen bis zur technischen Machbarkeit

„Die Industrie-in-Klinik Plattform Lübeck arbeitet in engster Weise zusammen mit der EXIST-Gründerhochschule Lübeck und dem dortigen Brückeninstitut für Entrepreneurship von Uni und FH; dies zumal der Gründungskorridor BioMedTec besonders im Fokus der Unterstützung von StartUps steht.“

 

Prof. Dr. Christian W. Scheiner
(Universität zu Lübeck, Institut für Entrepreneurship und Business Development)

„Die Universität zu Lübeck legt gerade als EXIST-Gründerhochschule einen besonderen Fokus auf die Förderung von akademischen Spin-offs in den Bereichen Biowissenschaften, Medizin und Technik (BioMedTec). Der Inkubator-Ansatz der Industrie-in-Klinik-Plattform nimmt dabei eine entscheidende Rolle ein und verbessert das infrastrukturelle Angebot am Gründercampus maßgeblich.“