Industrie-in-Klinik-Plattform Lübeck (IKP-HL)

IKP-HL-Dienstleistungen
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Die Einrichtung von „Industrie-in-Klinik-Plattformen“ sind ein wesentliches Ergebnis aus dem nationalen Strategieprozess „MedTech“¹, den die Bundesregierung unter Mitwirkung von Medizintechnikherstellern entwickelt hat und den sie jetzt als gleichnamige Initiative fördert. Aufgabe dieser Initiative ist es, neuen Kooperationsmodellen zwischen Klinik und medizintechnischer Industrie den Weg zu bereiten.² Dabei sollen die Plattformen „von einem professionellen Innovationsmanagement geleitet werden, das betriebswirtschaftlich weitestgehend unabhängig vom Klinikbetrieb agieren kann“³.

Die „Industrie-in-Klinik-Plattform Lübeck" (IKP-HL) versteht sich dabei als „Kümmerer“, als „Gatekeeper“ und „Veredeler“ für anwendungsnahe Vorhaben medizintechnischer Unternehmen, die in enger klinischer Zusammenarbeit eine effiziente Unterstützung bei Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungsaufgaben (FE&E-Aufgaben) ihrer Produktentwicklung suchen.

Die IKP-HL gewährleistet in Betreiberschaft durch die interessenneutrale (non-profit) UniTransferKlinik Lübeck GmbH (UTK), FE&E-Vorhaben mit der Industrie unter den Kriterien eines professionellen Projekt- und Qualitätsmanagements voranzubringen. IKP-HL arbeitet dazu im Innenverhältnis direkt mit den Kliniken des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) zusammen. Bei Bedarf zieht die IKP-HL die Technologie-Institute der Universität zu Lübeck und weitere innovative technologische Dienstleister zur Realisierung der Vorhaben hinzu.

IKP-HL fokussiert wichtige klinisch-technologische Stoßrichtungen für die Verbesserung der Patientenversorgung:

vier klinische Stoßrichtungen
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  • IT-gestützte Interventionen/Prozeduren im OP, einschließlich der Entwicklung/Erprobung neuer Instrumente, Medizingeräte und Geräteensembles sowie Assistenzsysteme
  • OP- und Intensiv-Monitoring
  • Prä-, post- und intraoperative Bildgebung und –verarbeitung
  • Prä-, post- und intraoperative nicht-invasive Diagnostik mit den sich ergänzenden technischen Fokusthemen
  • Dynamische Medizingerätevernetzung
  • Optimierung des klinischen Workflows
  • Telemedizinische Vernetzung
  • Big Medical Data

Diese Plattform-Fokussierung findet auf der Basis geeigneter FE&E-Infrastrukturen statt und umfasst auch Nutzen- und Effizienzbewertungen sowie das medizintechnische Health Technology Assessment.

¹ http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/_media/Schlussbericht_Strategieprozess_Medizintechnik.pdf
² http://www.bmbf.de/de/23803.php
³ Seite 47 im Schlussbericht „Strategieprozess Medizintechnik“, siehe Verweis 1

Die Industrie in die Klinik holen: Lübecker Campus als Entwicklungspartner der Medizintechnikhersteller

Die Medizintechnik ist von jeher ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit von Forschungseinrichtungen und Firmen auf dem Lübecker BioMedTec-Campus. In Zukunft wird sich der Campus auch verstärkt als Standort für eine besonders enge Zusammenarbeit von Herstellern und Kliniken positionieren..." (Quelle: www.technologie-luebeck.de)